BMW R 51/2

Als BMW 1948 mit der R 24 das erste Motorrad der Nachkriegsproduktion vorstellte, liefen parallel dazu schon die Arbeiten an der Entwicklung eines großen Boxermodells. Da aber die Alliierten den Deutschen Herstellern eine Hubraumbeschränkung auf 250 ccm verordnet hatten, blieben diese Pläne zunächst unter Verschluss. Im Herbst 1949 wurde die R 51/2 dann erstmals der Presse im Münchener Werk vorgestellt und im Januar 1950 lief dann die Produktion des ersten Nachkriegs-Boxers an.

Wie schon die R 24 basierte auch die R 51/2 auf einem Vorkriegsmodell: Der Rahmen der R 51 wurde fast unverändert übernommen und auch bei der R 51/2 steuerten zwei kettengetriebene Nockenwellen die Ventile. Auffallendster Unterschied zur R 51 waren die zweigeteilten Ventildeckel, die mittels einer Spannbrücke auf den neuen Zylinderköpfen gehalten wurden.
Mit der R 51/2 hatte BMW den Nerv der Zeit getroffen, in der einjährigen Produktionszeit wurden 5.000 Exemplare gefertigt.
BMW nahm bei den deutschen Motorrädern über 350 ccm mit 90% Marktanteil den ersten Platz ein, obwohl die R 51/2 mit einem Preis von 2.750,- DM teurer war als die Hubraum- und PS-stärkere Zündapp KS 601.

Auch die Polizei entschied sich wieder für die schweren BMW Maschinen; so erhielt die Eskorte von Bundespräsident Heuss sechs der ersten Exemplare der neu angelaufenen Fertigung. Die R 51/2 blieb rund ein Jahr im BMW Programm, dann wurde sie von der R 51/3 abgelöst.

Projekte:

Hier finden Sie die Fotoreihe von der Restaurierung einer R 51/2 aus den Jahren 2007/2008:

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Technische Daten:

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