BMW R 26

Zum Januar 1956 erschien dann das Nachfolgemodell, die R 26 mit neuem Fahrwerk. Ebenso wie die im Jahr zuvor vorgestellten Boxermodelle R 50 und R 69 besaß auch die R 26 einen Vollschwingenrahmen. Die rollengelagerte, geschobene Vorderradschwinge basierte auf einer Entwicklung des Engländers Ernie Earles und wurde in ähnlicher Form bereits zwei Jahre vorher in der Serienrennmaschine RS 54 sowie im 1955er Weltrekordgespann von Wilhelm Noll verbaut. Die Kardanwelle verlief komplett gekapselt im rechten Holm der Hinterradschwinge. Der neue Vollschwingenrahmen bot nun auch mehr Verstellmöglichkeiten für den Fahrer:

So konnte nicht nur die Vorspannung der Hinterradfederung ohne Werkszeug direkt an den Federbeinen geändert werden, auch der Nachlauf des Vorderrades konnte individuell für Solo- und Gespannbetrieb angepaßt werden. Der Tank wurde auf 15 Liter vergrößert und erhielt ein von oben eingelassenes vergrößertes Werkzeugfach.

Der mit 7,5 : 1 verdichtete Motor leistete auch dank der um zwei auf 26 mm Querschnitt vergrößerten Vergaser 15 PS (R 25/3: 13 PS) und sorgte für eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 130 km/h.

Daß die R 26 trotz der ausgereiften Technik nicht an die Erfolge der R 25 Baureihe anschließen konnte, lag an der aufziehenden Motorradkrise in Deutschland. Zahlreiche deutsche Motorradhersteller mußten Konkurs anmelden und auch BMW sollte die nächsten 15 Jahre mit enormen Absatzproblemen zu kämpfen haben.

Projekte:

Bilder aus dem Jahr 2003 einer R 26, Baujahr 1956 finden sie, wenn Sie hier klicken:

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Technische Daten:

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